Lustenau eine Nummer zu groß

Dragons verlieren nach hartem Kampf 3:6 gegen Tabellenführer
Nach zwei ausgeglichenen Dritteln gegen den überlegenen Tabellenführer EHC Lustenau mussten sich die Dragons am heutigen Abend nach hartem Kampf dennoch mit 3:6 geschlagen geben. Die Gäste aus dem Ländle zeigten insbesondere im Schlussabschnitt auf, warum sie aktuell ungeschlagen in der Tabelle vorne stehen.
Ausgeglichener erster Spielabschnitt
Vom Eröffnungsbully weg starteten die Dragons heute mit einer Umstellung: Da sich Leevi Ahonen am Donnerstag gegen Wattens eine Schulterverletzung zugezogen hatte, waren die Coaches gewungen, die Linien für das heutige Duell gegen den Spitzenreiter Lustenau zu verändern. Somit lief Sandro Haller als linker Verteidiger in den Starting-6 auf, Florian Eder wechselte als linker Flügel nach vorne in den Sturm. Und diese Veränderung zündete sofort: Nach 16 Sekunden gingen die Dragons durch Aleksi Airaksinen in Führung, Florian Eder bediente ihn perfekt.
Dass Lustenau nicht umsonst an der Tabellenspitze steht, bewiesen die Gäste aus dem Ländle gute 2 Minuten später durch den trockenen Ausgleich zum 1:1. Dass sich die Dragons defensiv nicht viele Fehler erlauben würden können, stellten die Gäste nach 9:30 Minuten mit dem 1:2 klar. Und wieder schlug der Verletzungsteufel zu, Clemens Paulweber musste mit Verdacht auf Seitenbandriss in die Kabine. Somit brauchte es eine weitere Umstellung im Lineup, Severin Atzl ergänzte ab diesem Zeitpunkt die Sturmlinie um Herby Steiner. Kufstein bemühte sich um schnelle Abschlüsse aufs gegnerische Tor, einzig im Aufbau tat sich die Mannschaft schwer. Aus dem 2. Powerplay des Abends konnten die Hausherren noch nicht Kapital schlagen, in der 16. Spielminute aber nahm Christian Pittl die Scheibe schön mit, spielte auf Valentin Hammerle und der nagelte den Puck zum 2:2 ins Tor. Mit diesem Spielstand ging es zum Pausentee.
Einfaches Eishockey funktioniert
Im zweiten Drittel spielten die Dragons als Hausherren auf, insgesamt wirkte das Team defenisv sicherer eingestellt – die einfachen Dinge und Pässe klappten wesentlich besser. Dennoch sind es die Gäste aus dem Ländle, die erst einmal mit einem freien Schuss aus dem Slot wieder in Führung gehen und in der 24. Spielminute das 2:3 erzielen. Zu Mitte des Drittels werden die Nettigkeiten auf beiden Seiten zahlreicher, auch der Tabellenführer Lustenau ist voll gefordert und weiß sich in der 31. Minute nicht anders als mit einem Foul zu helfen. Diesmal kann die Powerplay-Linie des HCK anschreiben: Abermals trifft Aleksi Airaksinen, diesmal auf Zuspiel von Valentin Hammerle und Herby Steiner. Der Treffer gibt den Dragons sichtlich Aufwind, allerdings bleibt es bei diesem Zwischenstand.
Machtdemonstration des Tabellenführers
Schon vor dem Spiel war klar, dass man sich gegen den überlegenen Tabellenführer aus dem Ländle keine Fehler erlauben kann. Eine Aufgabe, die mit schwindenden Kräften umso schwieriger zu lösen ist. So war das dritte Drittel der Dragons geprägt von Strafzeiten. Lustenau wiederum nutzte den zusätzlichen Platz am Eis und ging in der 43. Minute wieder in Führung. 2 Minuten später erhöhten die Gäste im Powerplay auf 3:5. Ein 3-5-Überzahl konnten die Dragons nicht mehr zum Anschlusstreffer nutzen, praktisch im Gegenzug traf Lustenau zum 3:6 Endstand.
Kapitän Dominique Saringer war die Enttäuschung nach dem Spiel anzumerken: „Es ist sehr, sehr schade, dass wir heute nicht punkten konnten. Wir haben alles gegeben und zwei Drittel sehr gut und einfaches Eishockey gespielt. Im 3. Drittel haben wir dann leider ein paar Strafen genommen, dadurch ist Lustenau sehr gut ins Spiel gekommen und hat am Ende auch verdient gewonnen.“
Freitag 5. Dezember (19:30) auswärts in Wattens
Kommenden Freitag treten die Dragons erstmals in dieser Saison auswärts bei der WSG Swarovski Wattens Penguins an. „Wir werden gut trainieren diese Woche und wollen am Freitag unbedingt die 3 Punkte holen“, gibt der Kapitän auch gleich die Devise für die nächsten Tage aus. Sportvorstand Willi Lanz ergänzt: „Leider haben wir mittlerweile zahlreiche verletzte Spieler, heute ist mit Clemens Paulweber ein weiterer Leistungsträger ausgefallen. Daher müssen wir erstmal schauen, wie das Lineup für Freitag aussehen wird. Nichtsdestotrotz müssen wir auswärts in Wattens auf die ersten 40 Minuten von heute aufbauen.“
Spielbeginn ist am Freitag, 05. Dezember 2025 um 19:30 im Eisstadion in Wattens. Das Spiel wird natürlich auch wieder im Livestream auf RED+ übertragen.
