Nachwuchs-Coach Stefan Ripp im Interview

Stefan Ripp Trainer Kufstein Dragons

Der nächste Coach den wir euch heute im Zuge unserer Kampagne „Coaches im Portrait“ vorstellen möchten ist Stefan Ripp. Stefan trug in der Zeit von 2005 bis 2009 selbst das Trikot der Dragons und übernahm im Anschluss an seine Karriere als aktiver Spieler das Traineramt im Farmteam. Nachdem er dieses Amt Hansi Rechenauer übergeben habt, führte ihn sein Sohn Nikolas wieder zu den Dragons zurück. Dieses mal als Co-Trainer von der U11 und U13 Mannschaft. Was er über die Entwicklung der Dragons sagt und warum er rückblickend gerne noch drei Jahre länger im Dress der Dragons gespielt hätte, das erfährt ihr in einem spannenden Interview:

Servus Stefan, bzw. servus Panzer, schön, dass du dir die Zeit für dieses Interview mit uns
genommen hast. Erste Frage vorne weg, wie kommst du zu deinem Spitznamen „Panzer“?

Ich war ja als Spieler (Verteidiger) eher der Mann fürs Grobe, wenn ein Gegenspieler freiwillig zu mir in die Ecke gefahren ist oder bei mir vorm Tor stand konnte er sich meistens auch am nächsten Tag noch daran erinnern, da ist halt ab und zu mal der „Panzer“ drübergerollt.

Du bist seit letztem Jahr im Trainerteam der Dragons und betreust gemeinsam mit Ivo, Thomas und Hansi die U11 und U13. Wie genau sieht da eure Arbeitsaufteilung aus und was sind deine Aufgaben?

Der Ivo als Cheftrainer gibt den Rahmen vor nach dem das Training gestaltet wird. Größtenteils werden nach dem gemeinsamen Aufwärmprogramm die Spieler in 4 Gruppen aufgeteilt welche dann im Wechsel bei uns Trainern sind, dadurch werden jeweils andere Schwerpunkte trainiert und es kann individuell auf Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler eingegangen werden.

Du bist ja ein altbekanntes Gesicht im Verein. Wie fast der gesamte Trainerstab hast du eine Vergangenheit als Spieler im Trikot der Dragons. Von 2005 – 2009 bist du für unsere Kampfmannschaft aufgelaufen. Damals hast du unter anderem mit deinen heutigen Trainerkollegen Thomas, Andi und Tobias zusammengespielt. Auch der heutige Obmann, Roland war damals Teil der Mannschaft. Was sind deine Erinnerungen diese Zeit?

Wir haben einen super Zusammenhalt in der Mannschaft gehabt, da hat ein jeder für den anderen gekämpft. Wir haben zwar immer vorne mitgespielt aber leider hat es in dieser Zeit nicht zur Meisterschaft gereicht. Vielleicht hätte ich damals noch 3 Jahre dranghängen sollen…

Nach deiner Zeit als aktiver Spieler ist der Kontakt zum Verein ja nie wirklich abgerissen. Du warst regelmässig bei den Heimspielen der Dragons im Stadion und hast mit den Verantwortlichen auch immer wieder mal ein kühles Hopfengetränk zu dir genommen. Wie ist es dann dazu gekommen, dass du nun in Form als Trainer wieder zu den Dragons zurückgekehrt bist?

Es ist sehr schade, dass heuer keine U17 Mannschaft an der Meisterschaft teilnehmen kann. Ich denke Nachdem ich als aktiver Spieler aufgehört habe, war ich ja schon als Trainer für die Landesliga Mannschaft tätig, die Landesliga Mannschaft habe ich dann aber nach ein paar Jahren an den Hansi übergeben. Als mein Sohn Nikolas mit dem Eishockeyspielen in Kufstein angefangen hat und ich dadurch wieder mehrmals die Woche im Eisstadion war, hat sich das dann relativ schnell ergeben, dass ich als Trainer mithelfe.

Die Kufstein Dragons betreiben einen sehr grossen Aufwand, um eine entsprechende Ausbildung der Jungs und Mädels sicherzustellen. Bei jedem Training sind vier bis fünf Trainer auf dem Eis. Wenn du dich an deine eigene Zeit als Spieler im Kölner Nachwuchs zurückerinnerst, war das wahrscheinlich nicht der Fall. Denkst du es liegt am Wandel der Zeit, dass so ein Aufwand notwendig geworden ist, um den Kindern eine gute Ausbildung zu gewährleisten, oder waren es früher einfach bessere Trainer (Redakteur lacht 🤣)?

🤣 (Du müsstest die Trainer von Früher fragen ob Sie besser waren…) Damals in Köln waren auch mehrere Trainer auf dem Eis, ähnlich wie es inzwischen bei uns ist hatten wir auch noch extra Athletik Coaches und zusätzlich Physiotherapeuten die sich um uns gekümmert haben. Aber es stimmt, dass so ein Aufwand inzwischen notwendig geworden ist um eine gute Ausbildung zu gewährleisten, der Sport hat sich in den letzten Jahren doch stark verändert und an die Spieler werden viel mehr Anforderungen gestellt wie damals, dadurch dass wir immer mindestens zu viert auf dem Eis sind haben wir die Möglichkeit viel mehr auf die einzelnen Spieler einzugehen und diese individuell zu coachen.

In wenigen Wochen geht die Eissaison hier in Kufstein zu Ende. Es war eine Saison mit vielen auf und abs. Das grösste Problem war neuerlich die Tatsache, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb während der Saison pausiert werden musste. Dennoch hat man es geschafft, 25 neue Mitglieder für den Dragons-Nachwuchs zu gewinnen. Das ist eine sehr große Zahl und liegt weit über dem, was in den letzten Jahren an neuen Mitgliedern dazu gekommen ist. Wie groß wäre diese Zahl wohl, wenn wir eine normale Saison gehabt haben?

Das ist schwierig zu sagen, aber dass trotz allen Einschränkungen die Anzahl der neuen Mitglieder gesteigert werden konnte spiegelt die Wertschätzung wieder die sich der Verein in den letzten Jahren erarbeitet hat, hier muss ein großes Lob an die Verantwortlichen Leiter ausgesprochen werden, die sich mit viel Herzblut und Engagement für den Verein einsetzen.

Du kennst die Strukturen in Tirol und Bayern. Denkst du, dass es der richtige Schritt gewesen ist, mit der U11 Mannschaft nach Bayern zu wechseln?

Die sportliche Infrastruktur in Bayern ist besser als in Tirol. Es herrscht eine größere Vereins- und Mannschaftsdichte, dadurch ergeben sich viel mehr Spielmöglichkeiten für die Kinder. Die U11 der Dragons konnte sich nun zum dritten Mal in Folge gegen unsere bayrischen Nachbarn behaupten und die Spiele gewinnen. Der Schritt war sicher mutig, aber der Erfolg gibt dem HCK recht. Gratulation dazu!

Nächstes Jahr kommt ja hoffentlich wieder eine U15 Mannschaft bei den Dragons dazu. Unsere U15 Kids spielen heuer ja in Kitzbühel, weil wir es leider nicht geschafft haben, die notwendige Anzahl an Spielern zusammenzubringen, um eine Mannschaft zu melden. Das heißt auch, dass wir nächste Saison Mannschaft mehr zum Betreuen haben. Wo siehst du dich selbst als Trainer, bist du lieber bei den ganz jungen (U9 oder U11), wo es noch ganz stark um die Entwicklung von Skills geht, oder siehst du dich eher bei den Älteren (U13 oder
U15), wo es schon darum geht, erste taktische Inhalte zu lehren?

Mir macht ehrlich gesagt beides Spaß, in meiner aktuellen Rolle als CoTrainer für die U11/U13 fühle ich mich ganz Wohl, wie schon vorher angesprochen war ich ja schon mehrere Jahre für die älteren Jahrgänge zuständig und diese Aufgaben haben mir auch immer viel Spaß bereitet.

Wie der genaue Plan für nächste Saison ausschaut, ob ich in gleicher Funktion bleibe oder in einer anderen kann ich jetzt noch nicht sagen.

Zum Abschluss möchte ich mit dir noch einen kleinen Wordrap machen:

Winter oder Sommer – Sommer

Vanilleeis oder Schokoladeeis – Vanille

Schnitzel oder Schweinsbraten – Schweinsbraten

Rock oder Jazz – Jazz

Kino oder Kneipe – Kneipe

Powerplay oder Unterzahl – Unterzahl

Stiegl oder Augustina – Augustina

Eis oder Kuchen – Eis

Stefan, vielen Dank für deine Zeit. Abschließend hast du noch die Möglichkeit dein Wort an
alle Jung-Dragons und solche die es noch werden wollen zu richten!

Für die Jungs und Mädels welche Jung Dragons werden wollen kann ich es nur Empfehlen zu uns in den Verein zu kommen, weil Eishockey die schönste Mannschaftssportart ist die es gibt. Ein Großes Lob muss ich besonders an unsere U11 Mannschaft richten die dieses Jahr die Tiroler Meisterschaft geholt hat und sich in Bayern auch großen Respekt erarbeitet hat. Natürlich auch an die anderen U-Mannschaften ein großes Lob, es haben alle einen Riesen Leistungsschritt nach vorne gemacht. Arbeitet weiter an euch und bleibt mit demselben Spaß am Eishockey, Fleiß und Ehrgeiz wie jetzt dabei.

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