Im Gespräch mit unseren beiden Nachwuchsvorständen Alexander Sivori und Andreas Luchner

HCK Nachwuchs auf dem Eis beim Training

Wie schon mehrfach angesprochen, ist die aktuelle Saison keine, wie jede andere. Sehr viel Improvisationsarbeit ist gefordert, um sich an die ständig neuen Vorgaben zu halten. Vor allem unsere beiden Nachwuchsvorstände Alexander Sivori und Andreas Luchner haben alle Hände voll zu tun. Wie sie mit der aktuellen Situation umgehen, wie sie die Zukunft des Nachwuchs-Eishockeys in Kufstein sehen und wie weit sie mit der Planung für die kommende Saison sind, berichten sie im folgenden Interview.

Zunächst einmal die wichtigste Frage vorne weg: Wie geht’s euch? Gesundheitlich alles gut bei euch?

Alexander: Vielen Dank, bei mir ist alles Besten

Andreas:  Gesundheitlich ist alles Top, Danke der Nachfrage. Einzig die Corona-Müdigkeit setzt ein wenig zu, aber diese Zeit werden wir auch überstehen. 

Die Saison 2020/21 verläuft bis dato alles andere als normal. Hat der Trainingsbetrieb im September noch vielversprechend begonnen, kam dieser Ende Oktober vollständig zum Erliegen. Seit Weihnachten ist wieder ein eingeschränkter

Alxander: Wie du scho erwähnt hattest, hat die Saison wirklich vielversprechenend begonnen. Wir hatten immer viele Kinder bei den Trainings, viele Anfragen für unseren Schnupperkurs und als das Ganze gerade anfing zu Laufen, mussten wir den Trainingsbetrieb einstellen. Seit gut 1,5 Monaten dürfen wir nur noch eine Eislaufschule anbieten, das ist einerseits natürlich toll, aber andererseits auch nicht vergleichbar mit einem „normalen“ Eishockeytraining.

Andreas:  Ich glaube, wie du schon angesprochen hast, dass der Start sehr vielversprechend war. Mit einem erweiterten Trainerteam im Nachwuchs und neuen Ideen wollten wir diese Saison einen großen Schritt nach vorne machen. Aber recht bald holte und das Thema Corona ein und schmiss alle Pläne über Bord. So mussten wir improvisieren und gingen recht schnell zu Onlinetrainings über. Um Weihnachten hatten wir kurz die Möglichkeit, als Verein ein Eislauftraining in Kleingruppen abzuhalten, welches aber dann auch gleich wieder eingestampft wurde. Aktuell haben wir nur die Möglichkeit, als Verein einen geordneten Publikumseislauf durchzuführen, welcher vom gesamten Nachwuchs sehr gut angenommen wird.

Jetzt ist es ja so, dass für die langfristige Entwicklung der Kinder die Jahre bis zum 12. bzw. 13. Lebensjahr sehr wichtig sind. Nun ist fast die halbe Saison ausgefallen, befürchtet ihr langfristige Einschränkungen hinsichtlich der Entwicklung der Kids.

Alexander: Mit Sicherheiten hinken die Kinder in Amateurvereinen nun ein wenig hinterher. Aber ich denke, dass man das im Laufe des nächsten Jahres wieder aufholen kann.

Andreas:  Ja davon ist leider auszugehen. Diese komplette Saison wird nur sehr schwer zum Auffangen sein. Anders als Alex gehe ich schwer davon aus, dass wir diese Rechnung noch lange bezahlen werden. 

In den Wochen, in denen kein Training auf dem Eis stattfinden konnte, hat der Verein ein virtuelles Training angeboten. Wie können wir uns das vorstellen? Welche Inhalte wurden trainiert und wie viele Teilnehmer waren bei den Sessions dabei?

Alexander: Diese virtuellen Trainings wurden von unseren Trainern der einzelnen U’s übernommen. Die Übungen reichten von einfache Dehn und Koordinationsübungen bis hin zu Technikübungen mit Eishockeyschläger und Bällen/Pucks. Das ist schwierig zu Sagen ich würde Sagen ca.10-15 Kinder pro Training.

Andreas: In erster Linie dient das virtuelle Training dazu, dass wir weiter in Kontakt zu den Kindern bleiben und die Kinder sich auch untereinander sehen, wenn auch nur über einen Bildschirm. Trainingstechnisch läuft es so ab, dass der jeweilige Trainer über Kamera eine Übung vorzeigt (sei es eine Kraftübung oder Stickhandling) und die Ausführung dazu genau erklärt (Körperhaltung, auf was zu achten ist, wieso die Übung gemacht wird, richtige Ausführung usw.). Im Anschluss führen die Spieler die Übung aus und der Trainer hat die Möglichkeit über die Kamera der einzelnen Teilnehmer die Ausführungen zu analysieren und gegebenenfalls auszubessern. 

Seit Weihnachten ist wie gesagt wieder ein reduziertes Training auf dem Eis möglich. Wie können wir uns ein reduziertes Training auf dem Eis vorstellen?

Alexander: Wie vorhin schon erwähnt gibts es aktuell nur eine Eislaufschule. Das heißt nur mit Eislaufschuhen, Helm, Handschuhe. Es wird nur das eislaufen geübt und keine Eishockey spezifisches Training abgehalten.

Andreas:  Anfangs durften wir noch in kleinen Gruppen von sechs Kindern und einem Trainer individuell arbeiten. Aktuell ist es uns nur mehr gestattet, einen Art Publikumseislauf für Vereinsmitglieder zu veranstalten. Unseren Trainern ist es erlaubt Übungen vorzumachen, welche von den Kids nachgemacht werden. Aber von einem Eishockeytraining wie man es normal kennt, sind wir leider noch sehr weit entfernt. 

Wird das Training von den Kids gut angenommen, oder sind sie schon gelangweilt und hoffen auf ein baldiges normales Training?

Alexander: Teils teils, sie kommen natürlich gerne ins Training, aber ein richtiges Eishockeytraining wäre auf jeden Fall besser und die Kids wären leichter zu begeistern.

Andreas: Hier muss ich den Hut vor unseren Kindern ziehen. Die Begeisterung und die Trainingsbeteiligung ist unfassbar hoch. Klar sind einige Kinder schon gelangweilt vom reinen Eislaufen ohne Schläger, aber dennoch beißen sie durch und kommen immer wieder. 

Wie sieht es mit den Mitgliederzahlen im Nachwuchs aus? Hat der Verein auf Grund der Corona-Krise Mitglieder verloren, oder kommen alle Kids trotz der aktuellen Situation weiter zum Training?

Alexander: Aktuell haben wir Gott sei Dank noch keine Kinder verloren.

Andreas: Bis zum heutigen Tag haben wir Gott sei Dank noch keine Abwanderungen gehabt. Wir haben heuer erstmals eine Art Family and Friends Eiszeit gegründet, bei der ehemalige Spieler, aktuelle Spieler oder auch deren Freunde, mit ihren Kindern unsere Eiszeit nutzen können, um die ersten Schritte auf dem Eis zu wagen. Und das wir gut angenommen und wir haben schon die nächsten Spieler im Alter zwischen 2,5 und 5 Jahren im Verein aufgenommen. 

Könnt ihr schon einen groben Ausblick auf nächste Saison geben? Wird es zu großen Veränderungen kommen? Kann man schon sagen, ob das Trainerteam so an Bord bleiben wird, oder wird es zu Veränderungen kommen. 

Alexander: Aktuell ist es noch schwierig, ein Prognose abzugeben. Aber von Seite des Vereins werden wir sicherlich versuchen, unser Trainerteam so zu halten, wie es ist.

Andreas: Das Trainierteam ist noch nicht final entschieden, aber wir als Verein wollen definitiv mit dem aktuellen Team weitermachen. Maximal das wir das Team weiter ausbauen. Größte Veränderung könnte sein, dass wir mit der U11 anstreben, aber der kommenden Saison, Bundesliga zu spielen. Hier gilt es jedoch noch ein paar Sachen zu klären, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. 

Was wollt ihr den Kids, den Eltern, den Sponsoren, den Fans und den Freunden des HC Kufstein abschließend noch mit auf den Weg geben?:

Alexander: Kopf hoch es kommen wieder bessere Zeiten.

Andreas: In erster Linie muss man natürlich bei jedem Einzel Danke sagen. Egal ob Spieler, Elternteil, Sponsor oder auch Fan. Ich glaube gerade heuer, in so einem schwierigen Jahr, hat man gesehen welch großer Zusammenhalt im und rund um den Verein herrscht. Wir als Verein haben in diesem Jahr sehr viel Zuspruch für unsere Arbeit bekommen. An dieser Stelle möchte ich dieses Danke an alle helfenden Hände, die den Betrieb aktuell am Laufen halten, weitergeben.  

Vielen Dank für das Gespräch.

Alexander: Gerne.

Andreas: Gerne.

Post teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on print
Share on email